Mit viel Engagement, Feingefühl und moderner Technik haben Schülerinnen der Arbeitsgemeinschaft „Stimmen der Vergangenheit“ an der Marienschule Hamm ein wichtiges Zeichen gesetzt: Sie haben den Schicksalen von Menschen nachgespürt, die während der Zeit des Nationalsozialismus in Hamm verfolgt wurden – und ihnen ihre Stimme zurückgegeben.
In der AG arbeiten Schülerinnen, die sich intensiv mit den Lebens- und Verfolgungsgeschichten dieser Menschen auseinandergesetzt haben. Ziel war es nicht nur, historische Fakten zu sammeln, sondern die einzelnen Schicksale greifbar und hörbar zu machen. In einem modernen Podcaststudio erzählten die Schülerinnen die recherchierten Biografien nach und verwandelten trockene Archivinformationen in bewegende Geschichten.
Für ihre Recherchen nutzten sie verschiedene Quellen: historische Bücher, Archive sowie die App „Stolpersteine NRW“, die Informationen zu Opfern des Nationalsozialismus bereitstellt. Dabei wurde schnell klar, dass hinter jedem Namen eine eigene Geschichte steckt – von Ausgrenzung, Verfolgung und oft auch von Leid, aber auch von Menschlichkeit und Mut.
„Den Stimmlosen eine Stimme geben“ – dieses Ziel stand im Mittelpunkt der Arbeit. Die Podcasts sollen dazu beitragen, dass diese Schicksale nicht in Vergessenheit geraten. Gerade in einer Zeit, in der Zeitzeugen immer weniger werden, zeigt dieses Projekt eindrucksvoll, wie moderner Geschichtsunterricht aussehen kann: kreativ, digital und zugleich tiefgründig.
Die entstandenen Podcasts können am Tag der offenen Tür der Marienschule angehört werden und werden demnächst auch auf der Homepage der Schule veröffentlicht. So erreichen die Geschichten nicht nur die Schulgemeinschaft, sondern eine breite Öffentlichkeit.
Mit ihrer wertvollen Arbeit leisten die Schülerinnen einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. Sie zeigen, dass Geschichte nicht nur in Büchern steht, sondern erzählt, gehört und weitergegeben werden muss – damit dieses Kapitel unserer Geschichte nicht vergessen wird.
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