Soziales Engagement
CPP
Demetrius Demetrio und das Projekt der Kleinen Propheten

 

Neues aus Brasilien:
Weihnachtsbrief
Bericht von Esther Eissing, einer deutschen Freiwilligen in der CPP,
die dort 6 Monate arbeiten wird.
Die CPP startet ein neues Ernährungs-Projekt


 

Zur Internetseite des Projekts

Demetrius Demetrio und das Projekt der Kleinen Propheten (CPP)

In Recife leben ca. 3 Millionen Menschen. Ungefähr 60% der Einwohner leben in Slums.  Viele Häuser sind verfallen, haben kein Leitungswasser. Zudem ist das Leben in den Slums sehr unsicher.
Die Kinder sind gezwungen oft schon im Alter von 7 Jahren z.B. als Eisverkäufer,  Autoputzer zu arbeiten, weil viele Familien nicht genügend Geld haben, um alle Familienmitglieder zu ernähren. Aus diesem Grund leben viele Kinder auf der Straße. Um auf der Straße überleben zu können, müssen sie in Gruppen leben, klauen und Drogen  nehmen (vor allem wird Schusterleim geschnüffelt, der den Magen betäubt).


Viele Mädchen  arbeiten als Prostituierte. Die Jungen werden im Drogenrausch aggressiv und gewalttätig  gegenüber anderen. Die Mädchen dagegen lassen diese Gewalt eher an sich selbst aus: Sie ritzen sich z.B. in die Arme oder schneiden sich sogar die Pulsadern auf.

Demetrius hilft den Kindern und holt sie von der Straße. Zunächst baut er auf der Straße Kontakt zu ihnen auf. Bei seiner Arbeit wird er von den anderen Mitarbeitern der CPP unterstützt.

Das Projekthaus  

In dem Projekthaus, haben die Kinder bzw. die Jugendlichen die Möglichkeit, tagsüber zu schlafen und sich zu waschen; übernachten dürfen sie jedoch in dem Haus nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Haus können Kinder aus zwei nahen Favelas an einem Programm zur Abschaffung von Kinderarbeit teilnehmen.
Das Haus bietet außerdem einen Alphabetisierungskurs an, ebenso Kochkurse, Tanz, kunsthandwerkliche Arbeit, Capoeira, Perkussionunterricht und Rap an. Es wird über Themen diskutiert, die die Jugendlichen beschäftigen mit dem Ziel, ihre Selbstwertschätzung und das Selbsbewusstsein zu fördern und die Kreativität anzuregen.

Außerhalb der Stadt gibt es einen Bauernhof(Granja).

Das Projekt auf der Granja heißt: "Valores da Vida - Werte des Lebens", ist ausgelegt und geplant für 70 Betreute.
Die auf der Granja zu betreuenden Kinder und Jugendlichen sind durchweg hochgradig gefährdet und würden in der Stadt Gewalttaten zum Opfer fallen oder selber dort Straftaten verüben. Diesem will man entgegenwirken und Vorfälle (vier getötete Kinder aus der CPP im November) vermeiden.
Der Platz ist begrenzt (70 Plätze) und da dieses Projekt auch von öffentlicher Hand mitfinanziert wird, hat diese natürlich auch ein Mitspracherecht. Damit ist gemeint, dass die öffentlichen Behörden ihrerseits auch gefährdete Betreute aus ihren Projekten dort unterbringen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Betreuten auf der Granja keinen Zugang zu Drogen, welcher Art auch immer, mehr haben. Ein sehr großer Vorteil, denn ein drogenfreies Leben ist erforderlich, um ein neuen Start ins Leben zu beginnen.
Auch die Beobachtung der Jugendlichen, die schon bei den Umbau- und Renovierungsarbeiten auf dem Bauernhof (Granja)halfen, war durchweg positiv. Sie sehen für sich eine Chance und wissen sehr wohl, dass dieses Projekt womöglich ihre letzte Chance auf ein menschenwürdigeres und besseres Leben sein wird.
Die Arbeit der CPP baut auf Freiwilligkeit auf und nur so sind auch Erfolge zu erzielen, die man mit "Zwang" oder auch unterschwelligem Druck nicht erreichen kann. Auf der Granja soll das Betreuungsprogramm dem im Projekthaus der Stadt angeglichen sein, d.h. psychologische und pädagogische Maßnahmen, sprich Betreuung findet auch dort statt.

In der Stadt informiert und dokumentiert ein Büro über die schrecklichen Ereignisse,  die die Jugendlichen durch die Todesschwadrone erleben müssen. Kunstwerke an der  Außenfassade des Hauses weisen auf die Lebensbedingungen der Jugendlichen hin.

Demetrius besucht die Marienschule

Projektpartner besucht die Marienschule Hamm

Am Namenstag ihrer Namenspatronin, der Heiligen Maria, am 12. September 2017 erhielt die Marienschule Besuch aus Brasilien. Demetrius Demetrio, Gründer und Leiter des Straßenkinderprojektes der CPP (Gemeinschaft der kleinen Propheten) in Recife im Nordosten Brasiliens, besuchte die Realschule gemeinsam mit Marcos da Costa Melo, der ebenfalls aus Brasilien stammt und als Promotor für Entwicklungspolitische Bildungsarbeit bei der FUgE in Hamm arbeitet.

Mit eindrucksvollen Bildern beschrieb Demetrio zunächst den einmaligen Dachgarten des Projektes. Auf rund 400m2 wird mitten in der Millionenstadt Recife Gemüse angebaut. Die Beschäftigung mit dem Anbau der Pflanzen und der Verarbeitung ist Teil des Projektes, um den Kindern und Jugendlichen den Wert einer gesunden Ernährung mit frischem Lebensmitteln näher zu bringen.

Neben diesem hoffnungsvollen Ansatz sprach Demetrio aber auch von der äußerst schwierigen Situation in seinem Heimatland. Unter der derzeitigen korrupten Regierung herrschen diktatorische Zustände in Brasilien, die die Arbeit erheblich erschweren, berichtet Demetrio. Die Mittel für soziale Projekte sind gekürzt worden und durch die Inflation sind die Kosten für Grundnahrungsmittel stark gestiegen. So ist er mehr denn je auf Hilfen aus Europa angewiesen, um die rund 80 Kinder satt zu bekommen, die jeden Tag das Projekthaus aufsuchen.

Diese Unterstützung leistet die Marienschule schon seit mehr als 20 Jahren. Durch vielfältige Aktionen wie den Verkauf von fair gehandelten Süßigkeiten und umweltfreundlichem Schreibmaterialien, Sponsorenläufe und Spendensammlungen unterstützt die Schulgemeinschaft das Projekt der CPP finanziell. Zudem möchte die Schule den Schülerinnen und Schülern die Solidarität mit den Straßenkindern in Brasilien vermitteln. Durch den Besuch von Demetrio und seine eindrücklichen Schilderungen wurde dieses Engagement für alle sehr präsent.

Als Beitrag zu seiner Arbeit überreichte die Schulgemeinschaft am 12. September 2017 ihm eine Spendensumme von 1.209 Euro. Von diesem Geld können in dem Projekt 80 Kinder rund einen Monat mit Essen versorgt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 



Übergang zur Marienschule
Aufnahmekriterien und Termine
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Hauptabteilung Schule und Erziehung

Informationen der Hauptabteilung Schule und Erziehung des Erzbistums Paderborn - Thema: Sexueller Missbrauch - Präventionsordnung
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Schulpastoral

Das Leitbild der Marienrealschule ist die Grundlage der Schulpastoral.
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